Julia Dauksza

Julia Dauksza (*1985) ist Meisterschülerin von Prof. Anzinger und lebt und arbeitet als Künstlerin in Düsseldorf.

Sie experimentiert mit dem Material Papier und verschiedenen Drucktechniken. Dabei schichtet sie Zeichnungen, Drucke und Malerei auf Papier übereinander, um durch die verschiedenen Dimensionen ihren Bildern Tiefe zu verleihen. Mit der gleichen Idee entstehen ihre großformatigen Ölbilder. Ihre Kunst begreift sie auch als Darstellung ihres persönlichen Werdegangs und sie verarbeitet Episoden aus ihrem Leben auf der Leinwand. Sie erzählt ihre eigene Geschichte.

 

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Sabina Zweig formuliert es so:

„Ihre ungestüme Linienführung – die zum Teil grellen Motive mit Neonfarbe überhöht, die wilde Abstrahierung gepaart mit Sujets aus der Welt des Films, aus der Mythologie oder aus den Reiseerlebnissen in Korea – zeigt eine noch suchende, aber anspruchsvolle Künstlerin, die ihren Weg geht. Daukszas großformatige, aus vielen Einzelmotiven komponierten Collagen fordern den Betrachter auf, sich selbst in ihren Bildern zu finden.“

Im Jahre 2016 schreibt Sofia Itzkova zu einem ihrer Bilder: „Glauben Sie an Zeitreisen? Dass man durch Dimensionen hindurchfallen und in eine andere Realität gleiten kann? Generationen von Künstlern haben versucht, dieses ewige Verlangen nach Flucht vor einer unerträglichen Existenz einzufangen, das eine entfernte, nicht greifbare Zukunft zu verheißen scheint.“

Julia Daukszas gemalte Collagen erfassen ein weites Spektrum von brutal bis humorvoll und vereinen oft scheinbar unvereinbare Gegensätze, die aus den Einflüssen ihrer Reisen, ihres Alltags und ihrem Drang, die Freiheit des Seins in der Malerei zu verewigen, entstehen.

In ihrer Komposition erinnern die Bilder der Düsseldorfer Künstlerin Julia Dauksza an die Arbeiten von David Salle und bestimmte skulpturale Gesten im Œuvre von Jasper Johns (besonders aus den 1960er-Jahren). Aber sie übertrifft diese Vorbilder durch ein entschiedenes Gespür für digitale Ästhetik. Die Digitalität erfüllt ihre Arbeiten, wo die Gegenüberstellung von Elementen, die nur auf einem Computerbildschirm sichtbar wird, wie ein Geist das traditionelle Medium Öl auf Leinwand heimsucht. Ob man es nun Post-Internet- oder Proto-digital-Malerei nennt – Daukszas Kunst ist gekennzeichnet durch eine ausgedehnte Verstreuung von Figuren, die in einem gemäldeähnlichen Raum gefangen sind, gleichsam wie in Virtualität eingefrorene Bilder. Dabei wird dem Betrachter unmerklich ein Level von Unsicherheit aufgezwungen, das ihn dazu nötigt, interaktiv jedes Werk der Künstlerin zu vervollständigen – es gleichsam mit zu erschaffen.

In Daukszas großformatigen Gemälden ist die Tendenz bemerkbar, sich einzelnen Perspektiven zu verweigern; eine kompositorische Strategie, die fälschlicherweise als Zerstreuung interpretiert werden könnte, die aber eher als ein Versuch zu verstehen ist, jegliche Vorspiegelung kontemplativer Stille zu stören. Es gibt kein „wo“ in ihren Arbeiten; da ist eher ein „da sein“ in einer taktilen oder vielmehr ikonografischen Weise. Die Figuren, die Daukszas Leinwände bevölkern – Wiedergänger einer von Fließbändern geprägten Industrialisierung –, sind von einer dunklen Komponente umgeben, wie leere Becken, die aus den perspektivischen Tiefen des digitalen Raums auftauchen, der die in ihren Bildern so eindringlich dargestellten Szenen sowohl verbindet als auch voneinander trennt.

Biographie

 

1985 Geboren in Düsseldorf
2005 Kunstakademie Düsseldorf, Klasse von Prof. Siegfried Anzinger
2010 Akademiebrief der Kunstakademie Düsseldorf
2009 Meisterschülertitel Prof. Siegfried Anzinger
2008 Auslandsjahr an der Kunstakademie Warschau, Klasse von Prof. Leon Tarasewicz

Einzelausstellungen (Auswahl)

2019 MUSTANG Galerie Norbert Arns, Köln
2017 DAUKSZA Galerie Norbert Arns, Köln
2017 SALAD DAYS Industriehalle Im Taubental 30, 41468 Neuss
2013 GREY MOTORS Galeria Szyb Wilson, Katowitz
2011 JULIA DAUKSZA PEINTURES Galerie Roi Doré, Paris
2011 HOUNDS OF LOVE Raumkalk, Köln
2009 IN FOCUS Schreier & von Metternich fine arts, Düsseldorf

Gruppenausstellungen (Auswahl)

2015 SIGHT | SITE | CITE Outlet Gallery Brooklyn, New York
2014 KISA KES ASLANIM! Bimisal Gallery, Istanbul
2011 CHASSÉS DU PARADIS Galerie Roi Doré, Paris
2011 BALLROOM POUNCHD Theatre Lavoir Moderne Parisien, Paris
2010 BALLROOM POUNCHD Theatre Lavoir Moderne Parisien, Paris

Solo-Performances

2011 Chineselightbulb MILKFED KID Kulturbunker, Köln
2010 Chineselightbulb YOU $ ME feat. Nikita Schmitz (Düsseldorf) 6. Koelner Musiknacht, Stadtgarten, Köln

Kollaborative Performances

2015 MOCKINGBIRDS Bulgasari at Yogiga Expression Gallery, Seoul
2010 Chineselightbulb/Thickly Painted Walls (New York) BALLROOM POUNCHD LMP, Lavoir Moderne Parisien, Paris
2010 Chineselightbulb/Thickly Painted Walls (New York) – SCHNAGEN Salon des Amateurs, Düsseldorf

Sammlungen

2015 Haslla Museum, Gangneung/Südkorea
Sammlung Wohlfarth, Duisburg

Kunstauktionen

2016/2017 Teilnahme an der Kunstauktion und ALS-Gala der Charité Initiative „ Hilfe für ALS-kranke Menschen“, Repräsentanz der Würth-Gruppe, Berlin-Schwanenwerder